Ein perfekter italienischer Abend

Simpel, frisch, zum Genießen

Dieses Menü schmeckt nicht nur in großer Runde, sondern ist dank seiner einfachen, aber raffinierten, Rezepte auch für zwei Personen ein wunderbares Menü nach einem langen Arbeitstag. Die Rezepte lassen sich allesamt gut vorbereiten. Wie immer gilt: Auf die richtigen Zutaten kommt es an. Bei Rezepten mit wenig Grundzutaten, muss der Geschmack einfach stimmen. Frische und geschmackvolle Produkte mit guter Qualität findet ihr auf den kleinen und größeren Wochenmärkten in Leipzig und selbstverständlich in Feinkostgeschäften.

Das Menü ist eine hervorragende Komposition aus Frische, Süße und Säure und ist damit die ideale Begleitung für laue Frühlings- und Sommerabende. Die Weine sind locker, unaufgeregt schön mit Sehnsucht nach Meer.

Die Weinbegleitung

Wein und Essen – das gehört einfach zusammen! Um euch die Suche nach der passenden Weinbegleitung zu ersparen, erfahrt ihr hier, welcher Wein euren Gang optimal abrundet. Die Weinempfehlung stammen allesamt vom Weinhändler unseres Vertrauens.

  • Aperitif: Limoncello Spritz
    • 4 cl Limoncello
    • 5 cl Bitter Lemon Schweppes
    • 10 cl Prosecco
    • 1 Stück Zitrone
    • 1 Spritzer Soda
  • Vorspeise: Albarino „La Marimorena“
  • Hauptspeise: Cérères Rosé „Amd Tram Gram“
  • Nachspeise: Sweet Purple Weingut Oliver Zeter

Lasset das Menü sprechen

Die Idee zum Menü kam mir just beim Einkaufen in einem Leipziger Feinkostgeschäft:

Es ist Zeit für Farbe! Zitronen, Tomaten, frische Kräuter. Der Frühling muss auf den Tisch!

Um euch den Einkauf zu erleichtern und ein optimales Genusserlebnis zu ermöglichen findet ihr meine Einkaufsempfehlungen am Ende des Beitrags.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen, Probieren, Essen und Austrinken. Lasst es euch schmecken!

Die Vorspeise: Burrata mit süßen Tomaten und Fenchel

Außen süß, innen sauer. So habt ihr Tomaten noch nie gegessen.

  • 250g Zucker
  • 1 Knoblauchzehe
  • 6 Lorbeerblätter
  • 6 bunte oder schwarze Pfefferkörner
  • 4 dicke Streifen von einer Bio-Zitrone
  • 600g Datteltomaten
  • 1 kleine Fenchelknolle mit Grün
  • 1 TL Weißweinessig
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • 4 Burrata (wahlweise auch Büffelmozarella)
  1. 500 ml Wasser mit dem Zucker, der Knoblauchzehe, den Lorbeerblättern, Pfefferkörnern und der Zitronenschale aufkochen. Vollständig abkühlen lassen, damit die Tomaten später nicht im warmen Sud „weiterkochen“
  2. Die Datteltomaten am Strunk kreuzförmig einschneiden und kurz in kochendes Wasser geben, bis die Haut aufspringt. Die Tomaten abgießen und in kaltem Wasser abschrecken. Nun die Haut der Tomaten abziehen und die Tomaten in den abgekühlten Sud geben. Dort sollten sie mindestens 5 Stunden, besser noch über Nacht, im Sud ziehen.
  3. Den Fenchel fein hobeln (mit einem Sparschäler), auf Küchenpapier die restliche Feuchtigkeit auffangen und mit Essig und 2 EL Olivenöl marinieren, mit Salz und Pfeffer würzen und sofort mit der Burrata anrichten. Damit die Burrata mit dem Servieren nicht zu viel Flüßigkeit verliert, tropt die Burrata einige Minuten vorher auf einem Papier-Küchentuch ab. Die Burrata könnt ihr leicht einschneiden , so lassen sich Fenchel und die süßen Tomaten besser drapieren. Das Gericht noch einmal mit Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit etwas Fenchelgrün bestreuen

Die Hauptspeise: Frische gefüllte Pasta mit grünem Pesto

Keep it simple and good! Wer glaubt, dass ihm dieses Rezept zu einfach ist, der hat es nicht probiert. Je nachdem, wie geschickt ihr seid, dürft ihr die Pasta natürlich auch selbst zubereiten. Ich vertraue hier auf die Qualität einer kleinen Pasta-Manufkatur in Ulm, deren Sortiment glücklicherweise im Leipziger Frische Paradies angeboten wird. Für das Menü habe ich gefüllte Ravioli mit Pecorino & Pinienkernen gewählt. Aber auch gefüllte Ravioli mit Trüffel sind eine wunderbare Kombination. Die frische Pasta wird mit dem selbstgemachten Pesto und frisch gehobeltem Pecorino serviert. Das Rezept zur grünen Pesto gibt es hier:

  • 50g Basilikumbätter (ohne Stiele) aus dem Leipziger Frische Paradies
  • 50g Parmesam (mindestens 30 Monate gereift)
  • 40g Pinienkerne
  • 2 Knoblauchzehen
  • Prise grobes Meersalz
  • 120ml Olivenöl – und bei Bedarf gerne mehr
  1. Basilkum waschen, grob hacken. In einer Pfanne Pinienkerne anrösten. Basilikum, Salz, Knoblauch und Pinienkerne in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab zerkleinern. Olivenöl Stück für Stück hinzugeben. Wenn die gewünschte Konsistenz erreich ist, Parmesan unterheben (nicht mixen!)

Das Dessert: Zitronen-Joghurt-Mousse mit Granatapfelsauce

Hier trifft fruchtige Frische auf orientalische Gewürze. Ein erfrischender, leichter Mix.

  • 3 Bio-Zitronen
  • 1/2  Vanilleschote
  • 120 g weißen Zucker
  • 4 Blätter weiße Gelatine
  • 450 g griechischer Joghurt, 10% Fett
  • 250 ml Schlagsahne
  • 10 g Pistazienkerne, gehackt
  • 4 Stiele Minze
  • 1 Granatapfel, 400 g
  • 4 Kardamomkapseln
  • 40 g weißer Zucker
  • 120 ml roter Portwein oder Rotwein (Montepulciano)
  • 2 El Zitronensaft
  1. Für die Mousse die Zitronen heiß waschen, trocken reiben und die Schale (ohne das Weiße) fein abreiben. Zitronen halbieren, 100 ml Saft auspressen. Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen.
  2. Zucker mit Zitronensaft, Zitronenschale, Vanilleschote und -mark kurz aufkochen lassen, dann bei mittlerer Hitze 5 Minuten offen kochen lassen
  3. Inzwischen die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
  4. Zitronensirup beiseitestellen und 15 Minuten abkühlen lassen. Warmen Sirup durch ein feines Sieb in eine kleine Schüssel gießen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. 2 El Joghurt zugeben und glatt rühren.
  5. Restlichen Joghurt in eine Schüssel geben und die Gelatine-Joghurt-Mischung zügig mit dem Schneebesen unterrühren. Masse kalt stellen, bis sie leicht zu gelieren beginnt.
  6. Inzwischen die Sahne steif schlagen. Sahne unter die leicht gelierende Joghurt-Zitronen-Masse heben. Mit Klarsichtfolie abdecken und mindestens 5 Stunden (am besten über Nacht) kalt stellen und fest werden lassen.
  7. Für die Granatapfelsauce den Granatapfel halbieren und die Kerne herauslösen. Dazu mit einem Holzlöffel über einem Gefäß so lange auf die Schale schlagen, bis sich alle Kerne gelöst haben. Kardamomkapseln im Mörser aufstoßen, die Kapsel­schalen entfernen und die Kardamomsamen grob mahlen.
  8. Zucker in einer Sauteuse goldgelb karamellisieren lassen, mit Portwein (oder Rotwein) ablöschen. Granatapfelkerne bis auf 2 El, Kardamom­samen und Zitronensaft zugeben und bei mittlerer Hitze offen 15 Minuten leise kochen lassen. Durch ein feines Sieb in eine Schale gießen, dabei das Fruchtmark der Granatapfelkerne mit einer Kelle durch das Sieb streichen (es bindet die Sauce). Am besten noch 3 bis 4 Esslöffel Speisestärke hinzugeben für ein optimales Ergebnis. Die frischen Granatapfelkerne zugeben, Sauce abkühlen lassen.
  9. Aus der Zitronen-Joghurt-Mousse mit einem in heißes Wasser getauchten Esslöffel Nocken abstechen, auf Teller oder Schalen geben und mit der Granatapfelsauce anrichten. Mit Pistazien und abgezupften Minzblättern bestreuen und servieren.

Lust bekommen?

Worauf wartest du noch? Auf die Kochlöffel, fertig, los! Wir wünschen Dir viel Spaß beim Nachkochen!

Claire
Claire
Auf dem Wohnzimmerdinner Leipzig Blog teilt Claire, Liebhaberin der französischen und italienischen Küche, ihre Rezeptideen und Weinempfehlungen. Zuweilen verrät sie auch, welche Restaurants, Cafés und Bars sie gerne und regelmäßig besucht.

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